Grundwasserschutz fängt beim Abfluss an

 

Diesjähriger Weltwassertag unter dem Motto „Abwasser“ – kontinuierliche Investition für dichtes Abwassernetz und effizienten Betrieb

BERNAU BEI BERLIN. Am heutigen Mittwoch (22. März) jährt sich der internationale Tag des Wassers zum 25. Mal. „Mit diesem Gedenktag wollen die Vereinten Nationen – und auch wir als Stadtwerke – auf die Bedeutung von Trinkwasser- und Grundwasserschutz aufmerksam machen“, sagt Bettina Römisch, Pressesprecherin der Stadtwerke Bernau und fügt an: „Wasser wird gebraucht, nicht verbraucht. Es bildet sich nicht neu, sondern ist in einem ewigen Kreislauf unterwegs. Von daher sei es besonders wichtig, das Wasser möglichst wenig zu verschmutzen. Zwar verfügen Kläranlagen heute über wirksame Reinigungsprozesse, betont Bettina Römisch: „Wichtiger ist jedoch, das Wasser möglichst wenig zu verschmutzen. Jeglicher Eintrag – ob über den Boden oder den Abfluss – kann irgendwann Auswirkungen auf die Qualität des Trinkwassers haben.“ Die Stadtwerke Bernau kümmern sich im Auftrag des Wasser- und Abwasserverbands „Panke/Finow“ (WAV) um die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Insgesamt sind rund 46.000 Haushalte im Verbandsgebiet an die Wasserversorgung angeschlossen.

Modernisierung der Pumpwerke

Ein ausgeklügeltes System von Pumpen leitet rund 2,8 Millionen Kubikmeter Abwasser pro  Jahr aus Bernau, Biesenthal, Melchow und Panketal in das Klärwerk Schönerlinde der Berliner Wasserbetriebe. Diese technische Lösung ist gerade im flachen Brandenburg enorm wichtig.  „In bergigen Regionen folgt Abwasser einfach dem Gefälle. Unsere Lösungen sind aufwendiger. Dennoch organisieren wir die Abwasserbeseitigung möglichst effizient und damit kostengünstig“, erklärt Siegfried Lieke, Abwassernetzmeister bei den Stadtwerken Bernau. Dabei spiele zudem der Gewässer- und Umweltschutz eine große Rolle – und der fängt nicht erst in der Kläranlage an: „Bereits das Kanalnetz muss dicht sein, ebenso das Pumpsystem; beides altert und muss regelmäßig geprüft und technisch auf aktuellem Stand gehalten werden.“ In den vergangenen Jahren haben die Stadtwerke Bernau alle Pumpwerke modernisiert. Das Hauptpumpwerk Viehtrift sowie die Pumpwerke Rehberge und Mainstraße verfügen nun über neue, effiziente Pumpen. „Die Wartungskosten sind wegen des Alters der Bauteile in den vergangenen Jahren gestiegen. Durch den Austausch konnten wir die Kosten pro Pumpe und Jahr nachhaltig senken“, informiert der Abwassernetzmeister.

Abwasser ist dabei nicht nur das, was in den häuslichen Abfluss gelangt. Auch Regenwasser, das in bebauten Bereichen abgeführt werden muss, zählt als Abwasser. Beides wird über ein weit verzweigtes System aus Rohren, Druckleitungen und Pumpwerken transportiert. Die Stadtwerke Bernau betreiben neben den Pumpwerken auch die Kläranlage in Lobetal. Dort wird das Abwasser der 2.700 Haushalte aus Lobetal und Rüdnitz aufbereitet. Pro Jahr reinigt sie rund 135.000 Kubikmeter Wasser von Schwebstoffen und Rückständen und führt es zurück in den Wasserkreislauf.

 

Pressemitteilung der Stadtwerke Bernau

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