Ein Jahresausblick unseres Partners siko-bernau

Abrechnung 2016 – Ausblick 2017

 

2016 ist vorbei. Und viele werden das Jahr nicht vermissen. Es gab viele Eindrücke und bedeutsame Ereignisse im vergangenen Jahr und einige werden uns weiterhin beschäftigen.

Der BREXIT zerstört die Hoffnung auf ein einiges starkes Europa; das verändert nicht nur politische Verhältnisse in und zu Europa sondern schwächt auch den Euro und schafft einen Präzedenzfall für den Zerfall der europäischen Idee. Wirtschaftlich wird innerhalb Europas außerdem der Wettstreit um Investitionen über die Steuerpolitik verstärkt.

Der Wahlsieg Donald Trump´s zum nächsten US-Präsidenten bedeutet einen Politikwechsel in der größten Volkswirtschaft der Welt. Der US-Dollar profitiert von der versprochenen Stärkung der US-Wirtschaft. Politikwechsel bedeutet für den Aktienmarkt neue Impulse durch Hoffnung auf Investitionen.

Der auch von uns erwartete Zusammenbruch der OPEC fand in 2016 nicht statt. Die stark gefallenen Preise für Öl zwangen die Mitglieder (und andere Marktteilnehmer) zur Verständigung. Im Ergebnis steigen die Preise bei sinkender Förderung.

Der islamistische Terror forderte zu Weihnachten 2016 auch in Deutschland Opfer. Das wird im wichtigen Wahljahr 2017 wohl nicht nur bei uns sondern in ganz Europa den aktuellen Regierungsparteien schaden. Wir befürchten in Deutschland eine Weiterführung der oftmals ergebnislosen Großen Koalition.

Die Sanktionen gegen Russland bestehen fort, das schwächt die europäische Wirtschaft und belastet die politischen Verhältnisse in Europa unnötig. Probleme in wichtigen Schwellenländern wie China, Indien, Südafrika und Brasilien belasten nicht nur die Exportnation Deutschland; sie verdeutlichen einen wichtigen Trendwechsel der Wirtschaft.

Auch wenn die Schwellenländer weiterhin wachsen und eine junge, produktive Bevölkerung vorweisen können wird künftig weniger Kapital dort investiert werden. Westeuropa, Japan und Nordamerika verwenden ihr Kapital im Heimatmarkt für Investitionen in Produktion, Infrastruktur und Bewältigung der Demografie-Probleme.

Dieser Trend wird uns wohl die nächsten Jahrzehnte begleiten. Wirtschaftlich bedeutet dies eine Rückführung von Kapital aus den Entwicklungsländern und weitere Wertsteigerung von Sachwerten in der westlichen Welt. Politisch bedeutet das Protektionismus und Abschottung, vielleicht auch neue Zölle und Behinderung des Warenverkehrs.

Die Zinsen werden in diesem Zusammenhang langfristig steigen, nicht genug für Sparer, aber genug um wieder einen Wettbewerb zwischen den Schuldnern in Gang zu setzen. In den vergangenen Jahren bekam fast jeder Kredit und musste keinen Preis bezahlen, der seiner tatsächlichen Kreditwürdigkeit entsprach. Es gab zu viel Kapital und so verfiel der Preis für Geld für alle. Zukünftig wird um Kapital gerungen, schlechte Schuldner werden höhere Zinsen zahlen müssen und bessere Schuldner bekommen nichts mehr zum Nulltarif. Dieser Prozess setzt ab jetzt in Nordamerika ein und wird später in Europa übernommen. Zinsanlagen bleiben unattraktiv, bei langfristig angelegten Papieren droht sogar Verlust.

Mittelfristig wird dies den Immobilienmarkt belasten, wenn Kredite teurer werden und später alternative Angebote zu besseren Zinsen zu haben sind.

Am Aufwärtstrend der Aktienmärkte ändert sich wenig. Neben günstigem Euro-Kurs und niedrigen Zinsen wird die Politik in vielen Fällen unterstützen. Bisher hieß es: gute Entwicklung trotz Politik, jetzt wird daraus: bessere Entwicklung dank Politik. Gegenwind wird es aber auch hier weiterhin geben z.B. Verunsicherung durch Terror, der schleichende Zerfall der EU und steigende Rohstoffpreise.

 

Silvio Koch und Matthias Stein

siko-bernau-vermögensverwaltung GmbH

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