Foto: Lutz Weigelt für Barnim-plus.de Eberswalder Spritzkuchen

Eberswalder Spritzkuchen in die Arche des Geschmacks

Ihr Plus für den BarnimEberswalder Spritzkuchen soll in die Arche des Geschmacks

Lange haben wir gewartet. Am Sonntag war es dann soweit. 12.30 Uhr Treffen im Cafe Gustav in Eberswalde. Eingeladen hatte Slow Food Barnim-Oderland.
Worum ging es? Der Eberswalder Spritzkuchen soll in die Arche des Geschmacks der Slow-Food-Stiftung für Biodiversität aufgenommen werden.
Bei dem Eberswalder Spritzkuchen handelt es sich um ein Produkt das in Eberswalde eine lange Tradition hat. Im Gegensatz zu anderen Spritzkuchen, hat der Eberswalder 2 Kringel übereinander. Er wird in Handarbeit gefertigt. Leider wird durch die immer weniger werdenden Handwerks-Bäcker, dieser besondere Spritzkuchen immer rarer.
Nun hat sich der Obermeister der Bäckerinnung des Kreises Barnim, Björn Wiese, Gedanken gemacht wie diese Spezialität erhalten werden kann. Er, der schon lange ein Slow-Food-Unterstützer ist, hat mit seinen Kollegen geredet und sie überzeugt, dass dieser Spritzkuchen in die Arche des Geschmacks aufgenommen werden soll. Alsbald soll ein Förderverein gegründet werden.
Aus diesem Grund, hat er eine Gruppe „Slowfoodies“ eingeladen sich zu informieren. Wir trafen uns zu einem köstlichen Frühstück mit regionalen Delikatessen im „Café Gustav“ am Markt in Eberswalde. Der Name Gustav soll an den Bäcker Gustav Louis Zietemann erinnern. Er verkauft diesen Spritzkuchen zur Eröffnung der Bahnlinie Berlin-Stettin. Herr Wiese hat sich lange mit der Geschichte dieses Spritzkuchens beschäftigt, hat in den Geschichts- und ebenso in Ahnenbüchern geforscht. Er hat dabei erstaunliches und interessantes zusammengetragen. Leider ist es auch ihm nicht gelungen das original Rezept zu finden. Gefunden aber hat er, Hinweise auf deren Grundlage sich Standards entwickeln lassen. Auf alle Fälle werden die original Eberswalder Spritzkuchen in Handarbeit hergestellt und das ohne Backmischungen, sondern aus frischen Zutaten der Region.
Nach dem Frühstück war es dann soweit und wir fuhren in die Bäckerei. Natürlich mussten auch wir uns an die Hygienevorschriften halten und bekamen Haarschutz und Schürze verpasst. Dann ging es an die Fertigung der Spritzkuchen. Herr Wiese erklärte und zeigte die Zutaten und los ging es mit den Arbeiten. Für den Eberswalder Spritzkuchen werden nur frische Volleier verwendet, die er kurz davor aufgeschlagen hatte. Als der Brandteig und danach die Spritzkuchenmasse fertig war, kam sie in den Spritzbeutel. Er zeigte vor, wie die 2 Ringe übereinander gespritzt werden und wir durften dann tapfer üben.
Ausgebacken und mit Zucker glasiert hat er sie selber – ABER verkosten durften wir sie dann. Ich kann sagen, so ein frischer Eberswalder Spritzkuchen einfach lecker.

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