Der Barnim wird Modellregion

Kooperation von Baukultur und Tourismus

Modellvorhaben startet im Landkreis Barnim

Regionale Baukultur ist ein wichtiges Fundament für einen qualitätsvollen Tourismus. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) führen deshalb mit dem Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) regionale Akteure aus dem Baubereich und dem Tourismus zusammen. Gefördert werden sollen dadurch innovative Planungen und Maßnahmen zu wichtigen städtebau- und wohnungspolitischen Themen.

„Dahinter steckt die Idee, dass sich „Baukultur“, das heißt qualitätsvolles Planen und Bauen, und Tourismus im ländlichen Raum wechselseitig positiv beeinflussen können“, erläutert Dr. Wilhelm Benfer, Leiter des Barnimer Strukturentwicklungs- und Bauordnungsamtes. „Gerade in ländlichen Regionen Deutschlands wird das gewinnbringende Potenzial einer solchen Zusammenarbeit bislang häufig nicht wahrgenommen.“ Mit der Beteiligung an dem Forschungsfeld macht sich der Barnim und die Uckermark gemeinsam mit dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin auf den Weg, Tourismus und qualitätsvolles Planen und Bauen zum Wohle der regionalen Entwicklung stärker zu verflechten, so Benfer weiter.

Das gemeinsame Vorhaben ist eines von bundesweit acht Modellprojekten. In diesen sollen nun die Grundlagen für dauerhafte Kooperationen und Netzwerke gelegt werden. Dies ist zum Beispiel die Förderung der Entwicklung historischer und moderner Architektur zu touristischen Anziehungspunkten.

Zu den weiteren Modellprojekten gehören die Elbe-Weser-Region, der Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Region Mecklenburg-Strelitz, das Lausitzer Neisseland mit der Stadt Weißwasser, das Sauerland, die Stadt Mainbernheim und die „Kooperation Südschwarzwald“.

Zur Auftaktveranstaltung des Modellvorhabens trafen sich Anfang Februar nun Vertreter aus allen acht Regionen. Im Mittelpunkt des Treffens stand zunächst die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses zum Begriff Baukultur. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten dienen als Ansatzpunkt für die nun zu entwickelnden Strategien, Methoden und Maßnahmen vor Ort.

 

Quelle: KVBarnim

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