Damit in Bernau die Lichter anbleiben

2014-09-22 - logo stadtwerke bernauDamit die Lichter anbleiben Bernau_Logo

 

Partielle Sonnenfinsternis ist eine logistische Herausforderung: Stadtwerke Bernau haben sich gegen mögliche Auswirkungen des Naturschauspiels gewappnet.

 

BERNAU BEI BERLIN. Am 20. März schiebt sich der Mond vor die Sonne und stellt damit die Sicherheit unserer Stromversorgung auf die Probe: je nach Witterung mehr oder weniger. „Warum das denn?“, wird sich der eine oder andere fragen. Die Stadtwerke Bernau als regionaler Verteilnetzbetreiber wissen warum: Grund hierfür ist die Energiewende. Inzwischen sind in Deutschland Photovoltaikanlagen mit 39 Millionen Kilowatt Leistung installiert. „Bei blauem Himmel und strahlender Sonne bricht mit Beginn der Sonnenfinsternis die Einspeisung von Solarstrom ins Netz rapide ein. Das führt zu Leistungsschwankungen im Stromnetz, die blitzschnell aufgefangen müssen“, erklärt Bärbel Köhler, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bernau und fügt an: „Sonst drohen Stromausfälle“. Bei klarem Wetter sind das bis zu 13 Millionen Kilowatt, für die andere Kraftwerke in Sekundenschnelle einspringen und die Erzeugung übernehmen müssen. Dazu werden Reservekraftwerke vorgehalten – für diesen Fall eignen sich Pumpspeicherkraftwerke und Gasturbinenkraftwerke am besten. Sie sind sehr schnell regelbar.

 

Zum Ende der Sonnenfinsternis steht der Solarstrom dann binnen weniger Minuten wieder zur Verfügung; die Reservekraftwerke müssen heruntergefahren werden. Da die Sonne nach Ende der Finsternis höher steht als zu Beginn, produzieren die Photovoltaikanlagen mit bis zu 19 Gigawatt mehr Strom als zu Beginn der Sonnenfinsternis.

 

„Wir sind bereit“

„Bei trübem Wetter ist das alles kein Problem“, sagt die Stadtwerke-Chefin, „scheint aber die Sonne, decken die Solaranlagen bereits zu Beginn der Sonnenfinsternis etwa 25 Prozent des Stromverbrauchs. Dann werden auch wir als Verteilnetzbetreiber gefordert sein.“ Die Stadtwerke Bernau sind auf den schlimmsten Fall vorbereitet: Mit einer 24-Stunden-Bereitschaft sowie einer rund um die Uhr besetzten Netzleitstelle können sie bei Bedarf schnell reagieren. In das Stromnetz der Stadtwerke Bernau speisen insgesamt 229 Photovoltaikanlagen elektrische Energie ein; die installierte Leistung dieser Anlagen summiert sich auf insgesamt 4410 Kilowatt. „Wir sind bereit und können die Vorgaben der vorgelagerten Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreiber sofort umsetzen und bei Bedarf die Leistung hoch oder runter regeln“, betont Bärbel Köhler, „unser Stromnetz ist keine Insel, Verteil- und Transportnetze sind europaweit vermascht; Bedarf und Erzeugung müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, damit die Stromversorgung stabil funktioniert. Das wird durch die Zunahme an Solar- und Windenergieanlagen immer mehr zur logistischen Herausforderung.“  Mit Blick auf ihre Mitarbeiter sieht sie der Sonnenfinsternis jedoch entspannt entgegen: „Unsere Mitarbeiter sind fachlich fit, erfahren und entsprechend sensibilisiert.“

 

437 Kilometer Kabel

Seit 1999 betreiben die Stadtwerke Bernau das Stromnetz im Stadtgebiet Bernau. Mit Jahresbeginn 2012 gehören auch die Bernauer Ortsteile dazu. Für Schönow haben die Stadtwerke bereits die Konzession erhalten, die Netzübernahme ist in Verhandlung. Das Netzgebiet umfasst zudem auch die Ortsteile Ladeburg, Lobetal, Börnicke, Birkholz und Birkholzaue. Die Stadtwerke Bernau betreiben ein rund 180 Kilometer langes Mittelspannungsnetz und ein 257 Kilometer langes Niederspannungsnetz.

 

Quelle: Pressemitteilung der Stadtwerke Bernau

 

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