BERNAU: Bernauer Feuerwehrmann ausgezeichnet

Wie uns die Pressestelle der Stadt Bernau mitteilt wurde Dieter Wegener von der Bernauer Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet

Einmal Feuerwehr, immer Feuerwehr – Innenminister zeichnete Dieter Wegener aus

 

Für besondere Leistungen und hervorragende Verdienste im Brand- und Katastrophenschutz hat Innenminister Karl-Heinz Schröter 66 Brandenburgerinnen und Brandenburger ausgezeichnet. Er überreichte ihnen am 14. Oktober bei einem Empfang in Potsdam das Ehrenzeichen des Landes Brandenburg im Brand- oder Katastrophenschutz. Einer der Ausgezeichneten ist Dieter Wegener von der Bernauer Freiwilligen Feuerwehr.

Seit mehr als sechs Jahrzehnten ist der heute 79-Jährige mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Vor einem Vierteljahrhundert hat er die Arbeitsgemeinschaft Historik von Bernaus Freiwilliger Feuerwehr mit gegründet, die inzwischen 54 Mitglieder zählt. Sie alle sind nach ihrem aktiven Dienst in die Alters- und

–Gruppenfoto: Zu den Brandenburgern, die Innenminister Karl-Heinz Schröter (2. v. r.) auszeichnete, gehörte auch Dieter Wegener (4. v. l.). Foto: Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg/Pressestelle

– Gruppenfoto: Zu den Brandenburgern, die Innenminister Karl-Heinz Schröter (2. v. r.) auszeichnete, gehörte auch Dieter Wegener (4. v. l.). Foto: Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg/Pressestelle

Ehrenabteilung gewechselt, zu der die Historiker gehören. Damit sind sie sozusagen in der „Familie“ geblieben, haben da eine neue Aufgabe gefunden.

In mehreren Publikationen lassen die Veteranen 134 Jahre Bernauer Feuerwehrgeschichte Revue passieren. Dazu haben sie alte Akten, Dienstbücher und Zeitungen studiert und ausgewertet, außerdem jede Menge Gespräche geführt. Ungezählte Stunden ihrer Freizeit verwenden die Senioren darauf, Feuerwehrgeschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. „Was weg ist, kriegen wir nie wieder. Darum sind wir bemüht, so viel als möglich aufzuschreiben, zu bewahren“, so Hauptbrandmeister Dieter Wegener, der in der Arbeitsgemeinschaft den Hut auf hat.

Spannend dürfte seine Biografie „Aus dem Leben eines Feuerwehrmannes“ werden, von der er schon mehr als hundert Seiten zu Papier gebracht hat. „Dieter Wegener ist ein liebevoller Mensch, der sein Ehrenamt mit Herz bis ins hohe Alter ausführt. Ich kenne niemanden, der mit so viel Entschlossenheit für sein Hobby lebt“, so der stellvertretende Stadtwehrführer Robert Berger.

In allen Löschzügen – sowohl in der eigentlichen Stadt Bernau als auch in den Ortsteilen – sind die Hobby-Historiker aktiv. Als Gesprächspartner in Sachen Feuerwehrgeschichte sind die Bernauer übrigens über die Stadtgrenzen hinaus gefragt. „Einmal Feuerwehr, immer Feuerwehr – das hat mir mal jemand vorausgesagt, als ich noch ein junger Mann war. Und genauso ist es gekommen“, sagt Feuerwehrhistoriker Dieter Wegener rückblickend.

An Tagen der offenen Tür oder in Ausstellungen können Einwohner und Besucher der Stadt bestaunen, wie perfekt die Kameraden alte Feuerwehrtechnik wieder auf Vordermann gebracht haben. Schmuckstücke dabei sind die Lafetten-Motorspritze aus den 1920er-Jahren und die Tretdruckspritze aus dem Jahre 1936. Im alljährlichen Hussitenfestumzug fährt das Löschfahrzeug Baujahr 1952 mit – übrigens das erste neue Auto, das die Bernauer Feuerwehr nach dem Krieg bekam. Ebenfalls beeindruckend: die Sammlung von etwa 360 Handfeuerlöschern verschiedener Hersteller und Typen. Die ältesten stammen aus den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

 

 

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