Vor dem Start in die Niederlande Nicolas Weinert, Mirko Rhode, Nils Schimmelpfennig, Lisa Seegrün, Remo Masche und Claudia-Kristin Kühnel

Ausbildung in den Niederlanden

Schüler der Beruflichen Schule Lobetal nutzen Chancen in Europa

„Ich werde vorher auf jeden Fall noch einen Großeinkauf machen!“ Es ist förmlich spürbar, wie Claudia-Kristin Kühnel noch einmal ihre lange To-do-Liste durchgeht. Denn die angehende Heilerziehungspflegerin steht in ihrem dritten Ausbildungsjahr an der Beruflichen Schule für Sozialwesen in Lobetal vor einer besonders spannenden Station ihres beruflichen Ausbildungsweges: Am 16. Oktober ist sie mit fünf weiteren Mitschülern zur letzten und längsten – nämlich 18wöchigen – Ausbildungsphase verabschiedet worden. Claudia-Kristin Kühnel wird sie in der Einrichtung „Sherpa“ in Baarn in der Nähe von Amsterdam absolvieren. Möglich ist diese praktische Ausbildungsphase durch die seit mehr als 10 Jahren erfolgreiche Kooperation zwischen der niederländischen

Vor dem Start in die Niederlande Nicolas Weinert, Mirko Rhode, Nils Schimmelpfennig, Lisa Seegrün, Remo Masche und Claudia-Kristin Kühnel

Vor dem Start in die Niederlande Nicolas Weinert, Mirko Rhode, Nils Schimmelpfennig, Lisa Seegrün, Remo Masche und Claudia-Kristin Kühnel

Bildungseinrichtung Roc van Twente und der Berufliche Schulen in Lobetal im Rahmen des europäischen Programms „Erasmus +“.

Wie Claudia-Kristin Kühnel so will auch Lisa Seegrün die Möglichkeit nutzen, neben dem deutschen zugleich den niederländischen Berufsabschluss zu erwerben und somit außerhalb Deutschlands in ihrem Beruf arbeiten zu können. „Ich möchte unbedingt mein niederländisches Diplom machen“, erklärt die angehende Heilerziehungspflegerin. Sie hat sich bereits in den Sommerferien über entsprechende Internetplattformen mit der niederländischen Sprache beschäftigt, noch bevor an ihrer Schule in Lobetal die vorbereitenden Sprachkurse begonnen haben. „Ich wollte immer schon Auslandserfahrungen machen und diese praktische Ausbildungsphase ist jetzt auch meine Chance der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Ich freue mich, auszutesten, ob ich die neue Sprache verstehe und ob ich verstanden werde, und natürlich auch darauf, eine andere Kultur kennenzulernen.“ Nach Beendigung ihrer Ausbildung möchte Lisa Seegrün ein Studium mit sonderpädagogischem Schwerpunkt aufnehmen und sieht daher die bevorstehende Auslandsarbeit als einen bereichernden Zugewinn für ihren beruflichen Werdegang.

„So ein Angebot ist immer eine gute Chance, den beruflichen Horizont zu erweitern“, findet auch Claudia-Kristin Kühnel. Sie freut sich vor allem darauf, in der niederländischen Einrichtung die verschiedenen Möglichkeiten des Arbeitens kennenzulernen, etwa wenn es um Behelfstechniken wie dem Deckenlifter geht, der dort in jedem Raum vorhanden ist. „Die Praxisstellen in den Niederlanden sind wirklich ein Argument, die Ausbildung eines sozialen Berufes an der Lobetaler Fachschule zu machen. Man hat damit eine tolle Perspektive, knüpft vor Ort in den Niederlanden Kontakte, wenn man später dort arbeiten will.“

Auf die Erweiterung ihrer Fachkompetenz freuen sich auch die künftigen Erzieher Mirko Rohde, Remo Masche und Nicolas Weinert, die an einer Reggio-Kita in der Region Twente eingesetzt werden. „Reggio heißt das Konzept, nach dem dort gearbeitet wird“, erklärt Mirko Rohde. „Dabei geht es darum, die Stärken der Kinder zu fördern, ihre Bedürfnisse und Interessen in den Vordergrund zu stellen und sie zu befähigen, sich auch mit negativen Konsequenzen ihrer eigenen Entscheidungen auseinanderzusetzen.“ Auch Mirko Rohde hat seinen großen Rucksack schon gepackt und hofft, in einigen Monaten die ersehnte Urkunde seines niederländischen Diploms in Händen zu halten.

Weitere Informationen zur Ausbildung an der Beruflichen Schule für Sozialwesen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal: Tel. 033 38 66 251 (Frau Bode, Schulleiterin) www.lobetal.de

 

Wir danken Katrin Wacker

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